CrossCulture Programm 2017: Das "Plus" an Projektarbeit für Ehemalige

Mit dem Programm "CrossCulture Plus" unterstützt das ifa Transformationsprozesse in Nordafrika und dem Nahen und Mittlerer Osten. Ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des CrossCulture Programms können mit Unterstützung von Organisationen aus Ägypten, Jemen, Jordanien, Libyen, Marokko und Tunesien kleine Projekte durchführen. Dadurch werden gesellschaftliche und politische Reformprozesse der Länder gestärkt. Sechs Projekte werden bis zum Ende des Jahres 2017 durchgeführt. Auf alumni.ifa.de stellen wir diese in Kürze vor.

Aymen Gharbi: SEE Djerba
Politische Teilhabe durch Kunst

Schilder markieren die Orte, an denen das Projekt sichtbar wird. (© ifa/Gharbi)
Über 100 tunesische Aktivist/-innen nehmen über den Gesamtzeitraum an "SEE Djerba" teil.

Kunst inspiriert den gesellschaftlichen Dialog und ist ein wichtiger Teil demokratischer Kultur. Vor diesem Hintergrund entwickelte ifa Alumnus Aymen Gharbi aus Tunesien das Projekt „SEE Djerba“. Ziel des Projektes ist es, ein Netzwerk zu schaffen, das durch Kunst die politische Arbeit hinterfragt und Diskurse belebt. Gemeinsam mit der Partnerorganisation „Collectif Creativ“ organisiert Ayman Gharbi ein Vernetzungstreffen zwischen mehr als 100 tunesischen Aktivist/-innen auf der tunesischen Insel Djerba. Die Partizipation von Jugendlichen über künstlerischen Ausdruck steht dabei im Mittelpunkt des Projektes. Begleitet wird das Treffen von einer Workshopreihe, bei der die Teilnehmer/-innen mehr über das Zusammenwirken von Kunst und Politik, demokratischer Kultur oder kontextspezifischer Kunst im öffentlichen Raum lernen.

Huwaida Ahmed Hussein Aidaros: Go Green Ambassadors Project
Wiederaufbau im Jemen

Aden ist die viertgrößte Stadt im Jemen und wurde durch die anhaltenden Konflikte der vergangenen Jahre zu großen Teilen zerstört. Um das Stadtbild wiederherzustellen und ein zukunftsweisendes Gemeinschaftsgefühl zu schaffen, startete die ehemaligen CrossCulture Stipendiatin Huwaida Ahmed Hussein Aidaros eine Nachhaltigkeitsprojekt: das „Go Green Ambassadors Project“. Zusammen mit der „Foundation of Community Development and Protection Supporters“ bildet sie 30 Teilnehmende zu Botschafterinnen und Botschaftern für eine neues Nachhaltigkeitsverständnis im Jemen aus. Sie erhalten Trainings im Bereich des Umweltschutzes und der Kampagnenarbeit. Gemeinsam pflanzen sie in Aden Murimarabäume, die weitestgehend ohne Wasser auskommen. Das Projekt endet mit einer Fotoausstellung, welche das Zusammenspiel von Natur und Mensch aufzeigt. Am Ende steht ein Netzwerk von Ehrenamtlichen, die sich für ein lebenswertes Jemen jenseits des Bürgerkriegs einsetzen.

Weitere CCP+ Projekte

Neben den hier gezeigten Projekten sind vier weitere Projekte in Ägypten, Irak, dem Libanon sowie ein weiteres Projekt in Tunesien in der Förderung. Auf www.ifa.de/crossculture stellen wir diese ausführlicher vor.