Gulzada Ilipbaeva

CCP-Stipendiatin aus Kirgisistan, Jahrgang 2012

Ich komme aus Tamga, einer ländlichen Gegend in den Bergen im Norden von Kirgisistan. Schon als Mädchen habe ich davon geträumt, ins Ausland zu gehen. Als ich von CrossCulture Praktika (CCP) hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Damals habe ich bei einer Nichtregierungsorganisation gearbeitet, den Central Asian Mountain Communities (AGOCA). Diese setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung in den ländlichen Gebieten Zentralasiens ein. Es interessierte mich deshalb sehr, wie ähnliche Organisationen in Deutschland arbeiten. Meine erste Station war Sonthofen im Allgäu. Die Stadt war 2005 für ihre nachhaltige Stadtentwicklung als Alpenstadt des Jahres nominiert worden. Meine zweite Gastorganisation war die Michael Succow Stiftung, eine Naturschutzorganisation in Greifswald. Bei beiden Praktikumsstellen wurde ich in laufende Projekte eingebunden. Mir gefällt die Art, wie meine Kollegen in Deutschland arbeiten. Ihre Pünktlichkeit, die solide Planung: Da konnte ich mir einiges abschauen.

Durch meinen Aufenthalt ergaben sich viele neue Kontakte. Die Michael Succow Stiftung etwa hat im Anschluss an mein Praktikum ein Projekt mit AGOCA verwirklicht. Mit vielen ehemaligen Kollegen habe ich noch Kontakt. Nach meiner Rückkehr taten sich für mich neue berufliche Perspektiven auf. Heute arbeite ich für die Entwicklungsorganisation der Vereinten Nationen (UNDP) in Kirgisistan. Ohne mein CCP-Praktikum wäre ich nie so weit gekommen. Deshalb ist es für mich eine Ehre, als CCP Country Representative in Kirgisistan das Programm weiter bekannt zu machen.